Markuskirche

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Die Markuskirche im Auefeld in der Richard-Wagner-Straße 6A ist ein mächtiges Bauwerk, das bei Dunkelheit in seinen Rosetten und im offenen Teil des Turmes (Campanile) von innen her eindrucksvoll ausgeleuchtet ist, so dass sie auch weithin sichtbar ist. Sie wurde nach Plänen von Professor Diez Brandi, Göttingen, im damals gerade besiedelten Auefeld erbaut und am 20. März 1960 eingeweiht.

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Diese Kirche prägt den Anblick des so genannten Auefeldes, dem in der Gesamtgestaltung ein südländisches Flair nachgesagt wird. Der neu gestaltete, nach dem Schriftsteller-Ehepaar benannte Brückner-Kühner-Platz, verstärkt diesen optischen Eindruck.

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Der eigentliche Sakralraum der Kirche liegt im „ersten Stock” und ist über eine sanft ansteigende, in ihrer Führung eigenwillige Außentreppe zu erreichen.
Durch die Haupttür tritt man in den schwach beleuchteten, dämmerigen Vorraum.
Zur Tür: Die zeigt ein Relief nach dem Entwurf von Joachim Spiel, Marburg a. der Lahn,
über die Wundergeschichte von der Blindenheilung Markus 8,22-26.

Die Tür öffnet den Blick in den mächtigen, nahezu quadratischen Kirchenraum.
Auf vier Säulen ruht die Holz-Kassettendecke, nach dem Architekten Prof. Diez Brandi einen Schatten und Leben spendenden Baldachin der Menschen in der Wüste symbolisierend, sich lagernd und doch jederzeit bereit zum Aufbruch.
Auch die Gestaltung der Wände errät orientalischen Einfluss (Diez Brandi war vor dem Bau mehrfach zu längeren Aufenthalten im Jemen auf der arabischen Halbinsel).

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Gleiche Erfahrungen fließen in die. künstlerische Neugestaltung des Altarraumes durch die Kasseler Künstlerin Iris Höllstein. Sie hat bei den Kunstschmieden der Tuareg in der nordafrikanischer Wüste gelernt “und dadurch eine hohe Affinität zu der architektonischen Konzeption von Diez Brandi).
Das Gleiche gilt für ihren Kronleuchter in Form eines Lichtrades, der seit 2006 den Abschluss der Neugestaltung bildet. Möglich wurde der Umbau 1995 durch eine große Spende der Schriftstellerin Christine Brückner.

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Die nach einem Entwurf von Hans-Gottfried von Stockhausen, Esslingen, gestalteten Kirchenfenster tauchen tagsüber den ganzen Raum (vor allem bei Sonnenschein) in ein immer wieder wechselndes, sanftes und diffuses Licht.

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Der gesamte Kirchenraum Kirchenraum atmet die orientalische Herkunft christlichen Glaubens in seinen jüdischen Wurzeln. Der Lebenszusammenhang von Beduinen, der Hinweis auf das Unterwegssein, die Formulierung vom wandernden Gottesvolk” (im Neuen Testament vor allem im Hebräerbrief aufgegriffenes Bild) gewinnt Gestalt.

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Das monochrome blaue Ölbild an der Stirnwand aus dem Entwurf von Iris Hollstein öffnet einen imaginären Raum (Fügt er zusammen oder weist er nach draußen?) zur Anleitung für eigene Gefühle, Gedanken und Interpretationen.

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1960 fertiggestellt, hat die Markuskirche in dem halben Jahrhundert ihres Bestehens mehr und mehr die Gründungskirche der Gemeinde, die Johanneskirche in der Frankfurter Straße 78, als Hauptkirche abgelöst. Sie ist heute als Kirchenraum entwidmet. Das ehemalige Gemeindezentrum an der Frankfurter Straße wird heute vom Diakonischen Werk Kassel genutzt.

Gottesdienst
Sonntag, 10 Uhr

Adresse Kirche
Markuskirche mit Gemeindezentrum
Richard-Wagner-Straße 6
34121 Kassel

Zuständig:
Pfarrer/in N. N. Richard-Wagner-Str 6a, 34121 Kassel, Tel.: 0561/22875
Küster Rudolf Dengel, Richard-Wagner-Str. 6, Tel.: 285266